Das Familienzentrum FiZ Wetzikon lanciert zusammen mit Lapurla ein weiteres FLOWmobil-Pilotprojekt im kleinstädtischen Umfeld des Zürcher Oberlands. Nicole Rocchetti – Co-Leiterin des FiZ, Netzwerkerin Lapurla und Absolventin des CAS Kulturelle Bildung 2022 – ist hier im Lead. Zusammen mit lokalen Partnerorganisationen wird sie ab September 2025 vorerst einmal pro Monat mit dem FLOWmobil in Form eines Lasten-Velos Familien aufsuchen und kreative Freiräume im öffentlichen Raum ermöglichen. Die Daten sind dem Flyer zu entnehmen.
Für die Zusammenarbeit haben aktuell folgende Partnerorganisationen zugesagt:
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind gespannt auf weitere Learnings!
Impressionen
10. Dez | 14:30–16:30 | Vorplatz Migros, Züri-Oberland-Märt Das FiZ gemeinsam mit Kinderseele Schweiz
Es haben 30 Erwachsene und 45 Kinder teilgenommen, davon 10 Kinder aus einem Kinderhort.
Auch im Dezember kann draussen gemalt werden | Foto: Nicole Rocchetti
Eintauchen dürfen in die Welt der Farben | Foto: Nicole Rocchetti
Heute geht es bunt zu und und her vor dem Migros | Foto: Nicole Rocchetti
Ein gespanntes Leintuch bietet ganz viel Plaz für eigene Spuren auf Augenhöhe | Foto: Nicole Rocchetti
Der Wind spielt mit und lässt die Farben tanzen | Foto: Nicole Rocchetti
Spontan und friedlich mit- und nebeneinander | Foto: Nicole Rocchetti
Ich kann Farben sprühen und staunen, wie sie ineinander verlaufen | Foto: Nicole Rocchetti
Malen gibt offenbar warm, auch bei winterlichen Temperaturen | Foto: Nicole Rocchetti
20. Nov | 09:30–11:30 | Regionalbibliothek Wetzikon Das FiZ gemeinsam mit Zeppelin – Familien startklar
5. Nov | 14:30–16:30 | Regionalbibliothek Wetzikon Das FiZ gemeinsam mit Mütter-Väterberatung
Geschichten erzählen bzw. lauschen inmitten der Entstehung einer selbst kreierten Murmelibahn in der Regionalbibliothek | Foto: Nicole Rocchetti
In Teamwork Grosses schaffen | Foto: Nicole Rocchetti
Wie klingt es, wenn Murmeln durch unterschiedliche Röhren rollen? | Foto: Nicole Rocchetti
Beobachten, was die andern Kinder machen | Foto: Nicole Rocchetti
Das FLOWmobil ist heute zu Gast in der Regionalbibliothek
Von überall klingt es spannend, wenn Murmeln durch die Kartonröhren purzeln | Foto: Nicole Rocchetti
Wenn Gross und Klein zusammen forschen und entdecken | Foto: Nicole Rocchetti
Die Atmosphäre ist lebendig und entspannt zugleich | Foto: Nicole Rocchetti
23. Okt 2025 | 09:30–11:30 | Vorplatz Migros, Züri-Oberland-Märt Das FiZ gemeinsam mit Fachstelle Frühe Förderung
Trotz stürmischem Herbstwetter haben zahlreiche Familien teilgenommen, und sogar eine Kita-Gruppe hat sich vertieft beteiligt.
Auch bei Hudelwetter: Das FLOWmobil ist vor dem Einkaufszentrum stationiert und parat für neugierige Entdecker:innen | Foto: Nicole Rocchetti
Auch bei Wind und Regen lässt sich Klebeband erforschen und erproben | Foto: Nicole Rocchetti
Lustvoll mit der Schere hantieren: Übung macht die Meisterin | Foto: Nicole Rocchetti
Hilf mir, es selbst zu tun (Montessori) | Foto: Nicole Rocchetti
Was wohl alles zusammengeklebt werden kann? Foto: Nicole Rocchetti
Danke, Wind, dass du uns so viele tolle Hersbtblätter zubläst | Foto: Nicole Rocchetti
Gut festhalten, gell? Foto: Nicole Rocchetti
Sooooo lange Linien können wir zusammen spannen | Foto: Nicole Rocchetti
18. Sep 2025 | 14:30–16:30 | Jörg-Schneider-Park Das FiZ gemeinsam mit Mütter- und Väterberatung
Im September 2025 hat das neue Pilotprojekt FLOWmobil in Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum FiZ in Wetzikon seinen Auftakt gefeiert – mit grossem Erfolg.
Bereits rund 40 Familien haben teilgenommen und wertvolle FLOW-Momente erlebt, in denen Kinder und Erwachsene gemeinsam entdecken, gestalten und staunen konnten.
Die Kooperation mit der Mütter-Väterberaterin hat sich als besonders bereichernd erwiesen – sowohl für die Familien als auch für das Tandem-Team.
Strassenkreiden raffeln, verschmieren und vermischen: Da stellt sich rasch mal FLOW ein | Foto: Nicole Rocchetti
Und dann einfach mit den Fingern drin rumtanzen – oh, da erscheinen ja neue Spuren! Foto: Nicole Rocchetti
Erstes Vorprojekt FLOWmobil in Niederhasli (Zürich West) erfolgreich
Ein erstes Testing haben wir zusammen mit unserem Netzwerkpartner Zeppelin – Familien startklar und dem Spielplatzverein Hubwiesen von Dez 24–Feb 25 als Vorprojekt in einer Indoorvariante im Freizeithaus der Gemeinde Niederhasli (Bezirk Zürich West) mit Fördermitteln des Innovation Boosters von Innovation Sociale durchführen und erste Erfahrungen sammeln können. Das Konzept dazu hatten wir im Sommer 24 zusammen mit Alliance Enfance entwickelt im Kontext der nationalen Bestrebungen zur familienzentrierten Vernetzung. Die Ergebnisse haben wir am 13. März 2025 in Bern präsentiert.
Cornelia Oechslin, Familienbegleiterin von Zeppelin und Studentin des 11. Lehrgangs CAS Kulturelle Bildung 2024–25, hat weiterführend von Mai–Juni 25 die Outdoorvariante von FLOWmobil als CAS-Praxisprojekt in Niederhasli erprobt, evaluiert und ihre Erkenntnisse am 21. Juni 2025 im Rahmen der Abschlusspräsentationen an der Hochschule der Künste Bern HKB präsentiert. Ihr lesenswerter Projektbericht macht deutlich, wie viel Potential in diesem Setting steckt zur Erreichung von Familien mit jungen Kindern und deren soziale und kulturelle Vernetzung in ihrer Wohngemeinde. Sie hat folgende lokalen Vernetzungspartner für ihr Vorhaben gewinnen können:
Mit vollem Körpereinsatz das Material erforschen dürfen | Foto: Karin Kraus
Alles aufbrauchen dürfen, und dann einfach mit dem übriggebliebenen Kartonring weiterspielen | Foto: Karin Kraus
Gemeinsam Neues entdecken und ausprobieren | Foto: Karin Kraus
Wie lange kann ich rückwärts gehen, bis es reisst? Foto: Karin Kraus
Ich habe Kugeln geformt! Foto: Karin Kraus
Ich kann auch Mamas Hände zusammenkleben | Foto: Karin Kraus
Ob freie Formen oder Muster – es ist alles möglich und erlaubt | Foto: Karin Kraus
Alle Ideen entstehen im Tun, es braucht keine Anleitung, nur Neugier | Foto: Cornelia Oechslin
Ko-Kreieren ist inspirierend | Foto: Cornelia Oechslin
So viel tolles Material, da darf ich einfach aus dem Vollen schöpfen | Foto: Cornelia Oechslin
Teamwork will gelernt sein | Foto: Cornelia Oechslin
Auch auf noch wackeligen Beinen ist volles Mitwirken möglich | Foto: Cornelai Oechslin
Selbständig eintauchen in eigene Welten | Foto: Cornelia Oechslin
Und in gemeinsame Welten eintauchen ist auch schön | Foto: Cornelia Oechslin
Haha, Mama, jetz hab ich dich! Foto: Cornelia Oechslin
Mit Malerabdeckband den ganzen Raum erobern | Foto: Cornelia Oechslin
So ist Aufräumen überhaupt nicht langweilig | Foto: Karin Kraus
Ausblick
Mit den gewonnenen Ergebnissen wollen wir auf weitere Gemeinden zugehen und mit ihnen lokalspezifische Modellprojekte entwickeln. Ziel ist, FLOWmobil auch im ländlichen und städtischen Raum zu erproben, um möglichst vielfältige Rahmenbedingngen zu evaluieren und die Erfahrungen und Erkenntnisse über unsere Kommunikationskanäle mit dem Netzwerk zu teilen. Das nationale Bekanntmachen von Best Practice hat sich seit der Pilotphase Lapurla als erfolgreich erwiesen.
Das weiterführende Vorhaben wird gefördert vom Programm «Neues Wir» der Eigenössischen Kommission für Migration im Zeitraum 2025–29. Wir sind aktuell daran, weitere Mittel für das nationale Vorhaben zu akquirieren. Interessierte Gemeinden und potentielle FLOWmobil-Tandems dürfen sich gerne bei uns melden.
Kunst, Sprachen und frühe Kindheit im Museum Vincenzo Vela
Das Museum Vincenzo Vela fördert den Zugang zu Kunstwerken und dem Museum durch eine neue kreative Sprache und eine anregende Vermittlung und setzt sich zum Ziel, Methoden für die Aktivierung, die Suche, die Förderung und die Bewertung von Kreativität in der frühesten Kindheit zu entwickeln.
Im Museum Vincenzo Vela
Dieses Projekt lädt Kinder zwischen null und vier Jahren in Begleitung der Familie oder erzieherischen Begleitpersonen in die Räumlichkeiten des Museums Vincenzo Vela ein.
Das Museum verfügt nämlich über grosszügige Räumlichkeiten, die mit ihren schneeweissen Formskulpturen keine Gefahren darstellen und vor denen die Kinder keine Angst bekommen werden. Und da das Museum schon immer den Dialog zu jeglichen Personengruppen gesucht hat, wird es zu einem Ort, der das Potenzial dazu hat, dass man dort einzigartige Erfahrungen macht.
Folgendes möchte das Projekt anhand von klar voneinander abgegrenzten Abschnitten erreichen: praktische Erfahrungen im Bereich der Ästhetik und der kulturellen Partizipation von Kindern zwischen null und vier Jahren; Verhaltensweisen beobachten, aufnehmen, analysieren und beschreiben, um damit wichtige Aspekte eines kulturellen Umfelds wie das Museum zu identifizieren; Entwicklung von Methoden für die Aktivierung, die Suche, die Förderung und die Bewertung von Kreativität in der frühesten Kindheit; Rückschlüsse aus der Praxis ziehen für die Erstellung eines Ratgebers mit Tipps für Familien.
Steckbrief
Kunst, Sprachen und frühe Kindheit im Museum Vincenzo Vela
Projektpartner
Das Projekt soll im Museum Vincenzo Vela in Ligornetto im Kanton Tessin entwickelt werden. Das Museum Vincenzo Vela, die Initiative Lapurla, das Laboratorio di Ingegneria dello Sviluppo Schürch (LISS) und das kantonale Jugend- und Familienamt arbeiten bei diesem Projekt partnerschaftlich zusammen.
Die Dauer des Projekts beträgt circa ein Jahr, von Januar/Februar 2023 bis Dezember 2023.
Farbe & Klang
Ein audiovisuelles Projekt für Kinder zwischen 2 und 4 Jahren
Das Projekt hat die Künsterlin Susan Mézquita zusammen mit der Kita Tuttifrutti in Biel geplant und umgesetzt. Es ist die Weiterentwicklung ihres Pilotprojekts, das sie im Rahmen ihrer Qualifikation des Förderakzents U4 im CAS Kulturelle Bildung realisiert hat.
Zeichnung: Susan Mézquita
Gesamthaft machten 32 Kinder mit, aufgeteilt in verschieden grosse Gruppen. Das Projekt wurde im Malatelier der Tagesstätte für zwei Woche pro Gruppe durchgeführt. Während dieser Zeit nahm jede Gruppe zwei Mal pro Woche am Projekt teil, jedes Mal für ca. eineinhalb bis zwei Stunden. Die gesamte Umsetzung dauerte von Anfang Mai bis Anfang Juli 2021.
Kulturförderung des Kantons Bern, Amt für Kultur, Förderakzent 2018 «U4 – Impulsstipendien für die Förderung der Kulturellen Teilhabe in der frühen Kindheit»
Pling Plong Meuh ist ein Projekt der Künstlergruppe Hors Cases in Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum La Bavette und der Kindertagesstätte La Tonkinelle Monthey (VS).
Kinder im Alter von ein bis vier Jahren erwartet ein Klangerlebnis, das ihr Hörempfinden auslotet. Das Projekt soll einen Abenteuerspielplatz für die Ohren schaffen, auf dem vertraute tierische Laute verfremdet werden und zu überraschenden Entdeckungen führen. Die ausgewählten Gruppen gehen im Juni 2021 auf Entdeckungsreise. Nach dem Experiment wird das künstlerische Team dort «Spuren» hinterlassen.
Steckbrief
Steckbrief Projekt Pling Plong Meuh
Projektpartner
La Bavette Quai de la Vièze 4 CP 1169 1870 Monthey
Équipeartistique: ÉmilieBender, comédienne et marionnettiste; Gérald Wang, créateur son
ÉquipeLa Bavette:Catherine Breu, médiatrice culturelle et directrice de La Bavette, Lucie Berra,communication
Équipede la garderie: Stéphanie Revaz Martignoni,responsable pédagogique à la Tonkinelle et les éducatrices accompagnantes (1–2responsable·spar groupe)
Förderer
Finanziert durch einen Impulsbeitrag der Initiative Lapurla (2021).
Ensemble partons découvrir le Musée d’art et d’histoire !
Der Verein Kaléidoscope und das Musée d’art et d’histoire (MAH) Genf setzen sich für einen Zugang und die Teilhabe am Kulturleben für alle ein.
Beim Museumsrundgang «Ensemble partons découvrir le Musée d’art et d’histoire !» können Kinder von ein bis vier Jahren mit ihren Familien zum ersten Mal ein Museum betreten und aktiv erkunden. Die Organisation erfolgt zusammen mit dem Kinderhort La Coccinelle, der einem Asylbewerberheim angegliedert ist.
Entdecken von Ferdinand Hodlers Werk am Boden und freies Schaffen
Zwischen Berg und Stein, das Material fühlen und eigene Erfahrungen machen
Das Seidenpapier falten, anfassen und zerknüllen,
es ist weiss wie die Wolken der Landschaft
Sich auf einem Foto erkennen, die Hand ablegen und lächeln
Das Musée d’art et d’histoire entdecken … dem Mosaik am Boden folgen …Eltern und Kinder in Bewegung
Den Boden erkunden, beobachten, anfassen und fühlen
Den Kies im Hof des Musée d’art et d’histoire anzufassen, ist ebenfalls Teil des Abenteuers
Die Farben des Bildes erkunden und im Stehen malen, frei seine Spuren hinterlassen
Die Farbe wählen, das Material am Boden erkunden, sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren, auf das Erlebnis
La Coccinelle – der Kinderhort der Kollektivunterkunft Rigot für Menschen mit Asylhintergrund in Genf – hat am Modellprojekt «Ensemble, partons découvrir le Musée d’art et d’histoire !», das vom Verein Kaléidoscope angeboten wird, teilgenommen.
Kinder zwischen 1 und 4 Jahren konnten 2021 an den Workshops im Kinderhort La Coccinelle und den Besuchen im MAH teilnehmen, die in Zusammenarbeit mit dem Musée d’art et d’histoire (MAH) organisiert wurden. An einem Werk des Malers Ferdinand Hodler konnten sie multisensorisch Farben und Berge und an Skulpturen im Raum der ägyptischen Altertümer des MAH Materialien erkunden.
Das transversale Modellprojekt, das die Bereiche frühe Kindheit, Integration, Soziales und Kultur umfasst, hat sich in vielerlei Hinsicht positiv auf das Genfer Netzwerk ausgewirkt. Es erhielt eine stärkere «Legitimität» für die Unterstützung der Chancengleichheit dank der Lapurla-Initiative.
Zyklus 2
Seine Entdeckung mit den anderen teilen, ein bisschen Watte, weich am Ohr …lächeln … stolz auf seine Idee sein–
Zyklus 3
Steckbrief
Steckbrief Projekt «Ensemble partons découvrir le Musée d’art et d’histoire !»
Projektpartner
Kollektivunterkunft Rigot: die Kinder, die an diesem Erlebnis teilgenommen haben, ihre Geschwister und Familien; Nidal Abraha, Kindererzieherin bei La Coccinelle – der Kinderhort des Foyer Rigot und die Ecole des parents; alle Erziehenden und insbesondere Sundus Al Juboori, Faranak Gharahmani, Isabelle Furlanetto, Diane Keza, Maryam Nazari und Lorraine Sider; Nicolas Raballand und Heidi Gusset, Sozialarbeitende (ASIC).
Bureau d’intégration des étrangers du canton de Genève (Integrationsbüro für Ausländerinnen und Ausländer des Kantons Genf): Mathilde Maradan, Projektleiterin «Kindheit» seit August 2021; Monique Othenin-Girard, Projektleiterin «Kindheit» bis Juli 2021.
Département de la culture et de la transition numérique de la Ville de Genève (Abteilung für Kultur und Digitalisierung der Stadt Genf): Véronique Lombard, Leiterin der Unité Publics et programmation culturelle (Einheit Publikum und Kulturprogramm) im DCTN und Teilnehmerin der Grupppe Kulturelle Bildung; Alexandre Monnerat, administrativer Mitarbeiter im DCTN und Teilnehmer der Gruppe Kulturelle Bildung.
Département de la cohésion sociale et de la solidarité de la Ville de Genève (Abteilung für sozialen Zusammenhalt und Solidarität der Stadt Genf): Céline Burki, Attachée der Direktion im DCSS und Teilnehmerin der Gruppe Kulturelle Bildung.
Romandie-Gruppe LAPURLA: Anne Kummer, Präsidentin des Vorstands der Ecole des parents und Maryjan Maître, Leiterin der Maison de la Créativité und Leiterin der Gruppe Kulturelle Bildung.
Pro Enfance: Sandrine Bavaud, Generalsekretärin, und Catherine Salla, Projektleiterin und Ansprechpartnerin für Lapurla in der Westschweiz.
Ausserdem: Mélanie Metivier, Fotografin bei einem Besuch des MAH, und der Vorstand des Vereins Kaléidoscope mit seiner kontinuierlichen Unterstützung.
Förderer
Finanziert durch einen Impulsbeitrag der Initiative Lapurla (2021).
Das Modellprojekt «La recette de la découverte au musée» ist ein gemeinsames Unternehmen des Centre de vie enfantine von Montelly, des Musée cantonal des Beaux-Arts Lausanne und des Vereins Partenaire Enfance & Pédagogie.
Zusammenkunft von Erwachsenen: Annäherung an die Werke. Gefühlserlebnisse – mit den Kindern darüber sprechen. Oder wie man den Museumsbesuch mit den Kindern erlebt.
Bilanz des Lapurla-Modellprojekts «La recette de la découverte au Musée»
Das Modellprojekt «La recette de la découverte au musée» wurde im Kanton Waadt im Rahmen der nationalen Initiative «Lapurla – Kinder folgen ihrer Neugier» entwickelt. Es wird vom Centre de vie enfantine von Montelly in Lausanne, vom Musée cantonal des Beaux-Arts (MCBA) und vom Verein Partenaire Enfance & Pédagogie (PEP) getragen. Nun steht eine Bilanz des Projekts zur Verfügung, die ein bemerkenswertes pädagogisches Modell umfasst.
Ziel des Projekts war es, gemeinsam darüber nachzudenken, wie ein Museumsbesuch mit den Kleinsten gestaltet werden könnte. Fast ein Jahr lang trafen sich die Projektpartner*innen und tauschten sich über Besuche des MCBA mit Kindern im Alter von zweieinhalb bis viereinhalb Jahren aus: Was wird besichtigt, wer begleitet sie, wie ist der Besuch vorzubereiten, wie läuft die Kommunikation mit den Eltern ab, welche pädagogischen Absichten hat das Projekt? Diese Fragen bestimmten das Projektjahr und ermöglichten den Kindern einen spielerischen Zugang zum Museum. Ausserdem wurden Workshops mit den Familien angeboten.
Die 2021 angestellten Überlegungen und die Evaluation des Projekts durch die Erziehenden unterstützen den Aufbau einer pädagogischen Erfahrung, die als Modell für andere Teams oder Erwachsene, die Kinder begleiten, dienen kann.
Zitate aus der Projektevaluation
Das MCBA ist der Meinung, dass die Umsetzung eines solchen Projekts, ein Vermittlungsangebot und eine gute Betreuung nur «in Ko-Konstruktion mit Fachleuten der Frühen Kindheit erfolgen kann und auf Gegenseitigkeit beruhen muss: Das Museumspersonal wird für die Bedürfnisse und Fähigkeiten von Kleinkindern sensibilisiert, während die Fachleute des Centre de vie enfantine beim Aufbau ihrer Beziehung zum Museum begleitet werden.»
Die Vermittlerin des Museums sollte insbesondere «die Kleinkindererziehenden dabei unterstützen, sich bewusst zu werden, dass die ausgestellten Werke sowie das Museumsgebäude wertvolle pädagogische Mittel für ihre berufliche Praxis darstellen. Gemeinsam mit den beiden anderen Initiatorinnen entwickelt sie ein Instrument (Prozess), das sowohl bei den Erziehenden hinsichtlich ihrer Beziehung zur Kunst und zur Kreativität als auch beim Museumspersonal hinsichtlich ihrer Beziehung zum sehr jungen Publikum eine reflexive Haltung erweckt.»
Das Centre de vie enfantine von Montelly hat sich auf der Grundlage seiner bisherigen Erfahrungen an der Ausarbeitung und Umsetzung des Projekts beteiligt. «Dies setzt voraus, dass sie über das, was sie mit den Kindern ausprobieren, nachdenken, es beobachten und bewerten (Wechselspiel zwischen Überlegen und Ausprobieren, Erstellen eines pädagogischen «Protokolls»). Sie haben auch die Aufgabe, Informationen und Wissen an die Familien der Kinder weiterzugeben.» «Das PEP-Team ist der Ansicht, dass es durch die gleichzeitige Arbeit an mehreren Projekten zur Kreativität, ästhetischen Bildung und kulturellen Teilhabe seine Kenntnisse in diesem Bereich erweitern konnte und diese Themen nun in den Einrichtungen des Kantons, die es besucht, anbieten kann.»
Rezept für die Entdeckung im Museum
Nach dem dritten Treffen haben die Erziehenden ein Rezept aufgeschrieben:
Vorbereitung: Gruppe mit gutem Schuhwerk und bequemer Kleidung ausstatten. Erzählen, welches Abenteuer sie im Museum erwartet … und los geht’s!
Für eine lockere Entdeckungsreise 400 Gramm Neugier und 500 Gramm Geduld miteinander verrühren.
Vor Ort zwei Deziliter Regeln, einen Liter Fantasie, zwei Liter Beobachtung hinzugeben und kurz ruhen lassen.
Während der Besichtigung kommen von selbst verschiedene Farben, Formen und Grössen hinzu und verleihen dem Fragen- und Ideenrezept für den Künstlernachwuchs die Würze.
Abschliessend eine Prise Begeisterung darüberstreuen und nicht mit guter Laune sparen.
Es ist angerichtet! Auf dem Rückweg lassen Sie sich dann die Besichtigung schmecken: Die Zeit wird wie im Flug vergehen, denn ganz wie das Essen lässt auch ein Museumsbesuch niemanden kalt.
Nachhaltigkeit des Modellprojekts
Die Projektevaluation verdeutlicht drei Schwerpunkte: Autonomie, gute Betreuung und Weiterbildung:
Die Fachpersonen des Centre de vie enfantine von Montelly können das MCBA selbstständig besuchen und können ihre Kompetenzen dank eines auf die Kinder fokussierten Ansatzes auch an anderen Kulturorten anwenden.
Erforderlich sind genügend Erwachsene, die mit ins Museum gehen und jedes Kind individuell betreuen können. Eine Zusammenarbeit mit den Eltern könnte in Erwägung gezogen werden.
Der Verein PEP und das MCBA könnten den Prozess zu einem Modell machen, auf dessen Grundlage ein Ausbildungsmodul für Kindererziehende im Rahmen ihrer Weiterbildung gestaltet werden könnte. Ziel ist es, die Fachleute, die dies wünschen, für einen selbstständigen Museumsbesuch zu rüsten und ihnen Besuche zu ermöglichen, ohne dass dazu eine Reservation nötig ist. So könnte spontan, noch am selben Morgen, beschlossen werden, ins Museum zu gehen. Dies würde den organisatorischen Bedürfnissen einer Kinderbetreuungseinrichtung besser gerecht. Die geschulten Personen können das Museum während ihrer gesamten berufliche Laufbahn mit ihren Kindergruppen besuchen, wenn sie es wünschen.
Jean-Michel Auvray, chargé de sécurité et de surveillance au MCBA
Coralie, Arjen, Willy, Khaoula, Maude, Edna, Marianne, les professionnel.le.s de l’équipe des
moyens (enfants de 2 ½ à 5 ans)
Förderer
Finanziert durch einen Impulsbeitrag der Initiative Lapurla (2021).
Projektleitung
Koordination mit den Partnern und Kontakt mit Lapurla:
Sabine Germann, pädagogische Beraterin PEP
Montoie 36
1007 Lausanne sabine.germann@pep-vd.ch
Gabrielle Chappuis
Kulturvermittlerin, zuständig für Inklusion und partizipative Projekte.
Musée cantonal des Beaux-Arts de Lausanne – MCBA gabrielle.chappuis@vd.ch
Tamara Airoldi
Pädagogische Leiterin
Centre de vie enfantine (CVE) Montelly in Lausanne tamara.airoldi@lausanne.ch
Eine Einladung zur sensorischen Erkundung von Gedankenverbindungen
Die Werkstatt «Guirlandes d’idées» des Musée de la Main UNIL-CHUV lädt dazu ein, Gedankenverbindungen mit den Sinnen zu erforschen. Die Veranstaltung für Kinderkrippen in Lausanne und Umgebung soll den Zugang zu einer Ausstellung über künstliche Intelligenz erschliessen. Die Jüngsten werden hier angeregt, Formen und Farben zu kombinieren, ihr Gedächtnis anzustrengen und zu erzählen. Die Ausstellung läuft vom 18. Februar 2022 bis 24. September 2023. Die Werkstatt wird zusammen mit einer Betreuungseinrichtung organisiert.
Das Musée de la main UNIL-CHUV ist ein Ort der wissenschaftlichen und medizinischen Kultur und bietet 2022 und 2023 Kreativworkshops für Kinder im Alter von zwei bis vier Jahren an. Eine Einladung zur sensorischen Erkundung von Gedankenverbindungen. Fröhliche Kombinationen von Formen, Farben und Materialien, die eine entscheidende Rolle beim Lernen und bei der Kreativität spielen. In Zusammenarbeit mit dem Service de la petite enfance de la Ville de Lausanne (Abteilung Frühe Kindheit der Stadt Lausanne), Pro Enfance, Partenaire enfance et pédagogie (PEP) und dem Centre de ressources en l’éducation de l’enfance (Ressourcenzentrum für Kindererziehung).
Für Fragen: Musée de la main UNIL-CHUV Rue du Bugnon 21 1011 Lausanne musee.main@hospvd.ch
Klang- und Bewegungsexperimente zum Dabeisein, Horchen und Mitwirken
Wie klingen Reissverschlüsse, die gerade ein Schwätzli abhalten? Was hat die Bockleiter dazu zu melden und was klappert die alte Querflöte daneben? Im gemeinsamen Spiel mit Kleinkindern und ihren Begleitpersonen erforschen Jenni Arne und Salome Böni Klänge und Bewegungen mit ausgewählten Gegenständen, die im Haus und Garten anzutreffen sind. Es entsteht ein improvisierter Klangraum, den die Kinder nach Lust und Laune mitgestalten. Alle Anwesenden sitzen mitten im Instrumentarium auf dem Boden, wo sie die bewegte Klangwelt aus nächster Nähe erleben. Ein Mitmachstück für Jung und Alt!
Ziel ist, gemeinsam mit den Kindern in einen kreativen Forschungsprozesse einzutauchen, die Sinne zu schärfen, die Ohren zu spitzen, den eigenen Körper neu zu erleben, Selbstwirksamkeit direkt zu erfahren und sich dabei selbst zu vergessen.
KlanzTang wurde zusammen mit verschiedenen Berner Kitas entwickelt und ins Programm von verschiedenen Konzertveranstalter aufgenommen.
In Ko-Konstruktion gemeinsam forschen und neues Entdecken ist für alle spannend | Foto: Simone Carlo Surace
Nach einer improvisierten Kurzperformance der Künstlerinnen zu Beginn werden die Kinder nonverbal eingeladen, Teil des Stückes zu werden. Gemeinsam wird der Raum bespielt. Wir nehmen die Ideen der Kinder auf, entwickeln sie weiter und beobachten, welche Klänge und Impulse die Kinder besonders faszinieren.
Kita Spittel (2020), Naturhistorisches Museum Bern (2021), Kita Himugüegeli (2021), Bühnen Bern (Saison 2021/2022 und Saison 2022/2023),Tanzfest Bern (2022), Schlachthaus Theater Bern (2023), Théâtre les Halles Sierre (2023), Zeughaus Kultur Brig (2023), Kinderhaus Langnau (2023)
Beteiligte Personen
Jenni Arne (Tänzerin, Tanzpädagogin)
Förderer
Kulturförderung des Kantons Bern, Amt für Kultur, Förderakzent 2018 «U4 – Impulsstipendien für die Förderung der Kulturellen Teilhabe in der frühen Kindheit»
Ein musikalisch digitales Wasserspiel mit Kindern unter vier Jahren
Blubb ist ein halb virtuelles musikalisches Kulturprojekt mit Kindern unter vier Jahren. Auf der Suche nach nassen Klängen und inspiriert durch instrumentale Annäherungsversuche aus der klassischen Musik soll das Projekt kreative Impulse setzen und die Neugier der Kinder wecken.
Mit vielen Ideen und ohne Druck geht es dabei nicht um ein bestimmtes Ziel, sondern um die Freude am Tun. Der Hauptfokus des Projekts liegt dabei auf dem Element Wasser und wie damit verschiedene Klänge erzeugt werden können.
Alle wirken mit beim Erzeugen neuer Klänge | Foto: Anita Affentranger
Steckbrief
Projektpartner
Kita kids & co au Lac
Aarbergstrasse 60
2503 Biel/Bienne
Beteiligte Personen
Kita Team
Keli Kotseva (Leitung Kita kids & co au Lac), Carolin Lopez (Gruppenleitung «Charly»), Djior Kone (Gruppenleitung «Coco»), Serpil Balcal (Miterzieher), Katrin Jakob (Miterzieherin), David Stauffer (Miterzieher), Nico Krebs (Lernender), Valmira Sabani (Lernende).
Förderer
Kulturförderung des Kantons Bern, Amt für Kultur, Förderakzent 2018 «U4 – Impulsstipendien für die Förderung der Kulturellen Teilhabe in der frühen Kindheit»