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M4 – MfK-Minilabor

Das Museum für Kommunikation und die Kindertagesstätte mixmax Schönegg schaffen ein gemeinsames Labor

Auch der wiederholte Besuch des Museums für Kommunikation ist Teil des Projekts | Foto: Museum für Kommunikation

Das Minilabor ist ein museal-pädagogisches Setting für Kleinkinder bis vier Jahre, das in einer variablen Umgebung installiert werden kann. Zugleich ist es ein Raum, der Originalobjekte des MfK sowie von der Kita bereitgestelltes Material zum Thema Kommunikation enthält.


Phase 1: 2019

Wir auch! Kleinkinder im Museum für Kommunikation

Die Frage, wie Museen ihre Zugänglichkeit für und Kommunikation mit Kleinkindern verbessern können, fordert uns heraus. Nehmen wir sie als Zielgruppe ernst und gehen wir aktiv auf sie ein? Unser Eindruck ist: Wir sind nicht genügend auf Familien mit Kleinkindern eingestellt. Das wollen wir ändern. In Zusammenarbeit mit der Kita mixmax Schönegg haben wir verschiedene Settings ausprobiert und evaluiert. Daraus ist die Idee und Konzeption des M4-Minilabors entstanden.


Phase 2: 2020–21

Das Minilabor hat drei Funktionen. Erstens ist es ein Ausstellungsort. Das MfK geht zu den Kleinkindern, um ihnen an einem vertrauten, «sicheren» Ort eine Museumserfahrung zu ermöglichen und so eine Beziehung aufzubauen, die die Kinder – und ihre Familien – später ins Museum selbst führen soll. Das Minilabor ist in diesem Sinne «echt» und keine thematische Spielecke. Zweitens ist es ein Inspirations- und Forschungsort zu den Themen «Kommunikation früher und heute» und «Wie Kleinkinder kommunizieren». Die Kinder sollen sich spielerisch mit der Sprache betätigen, Aspekte der non-verbalen Kommunikation sinnlich erforschen und mit wiederverwertbarem MfK-Material den Raum verändern und weiterentwickeln. Drittens ist es ein Ort der Zusammenarbeit zum Zwecke der kulturellen Teilhabe von Kleinkindern. Das Minilabor wird das MfK inspiriert und unterstützt, von Verónica Reyes und der Kita mixmax umgesetzt sowie weiterentwickelt und – nach der Pilotphase im Rahmen von U4 – möglicherweise auf andere Kitas und Museum ausgeweitet.


Phase 3: Oktober 2020 bis Frühling 2021

Das «MfK-Minilabor» rund ums Thema Kommunikation ist seit Oktober 2020 in der Kindertagesstätte mixmax in Bern eingerichtet. Die Betriebsleiterin Marie-Jeanne Metz und ihre MitarbeiterInnen haben es zusammen mit Veronica Reyes, Kommunikatorin im Museum für Kommunikation (MfK) in Bern, konzipiert und altersgerecht umgesetzt.

Den Kindern steht ein ganzer Raum mit verschiedenen Stationen zur Verfügung, bei denen sie verbal und nonverbal, kreativ und museal mit den Kommunikationsmitteln experimentieren, spielen, gestalten und Neues entdecken. Das «MfK-Minilabor» ist ein integraler Bestandteil des Kita-Alltags geworden und mittlerweile auf der zweiten Gruppe neu eingerichtet worden. Die Kinder können es täglich in Begleitung besuchen. Durch diese Erfahrungen wird es stetig weiterentwickelt.

Das Museum für Kommunikation begleitet und unterstützt das Minilabor eng und mit Herzblut. Der Leiter Bildung und Vermittlung und einige Kommunikatorinnen haben es jüngst besucht, um sich zu informieren und inspirieren zu lassen. So wirkt das Projekt zu gegenseitigen Nutzen. Der umfassende Transfer der gewonnenen Erkenntnisse aus dem «MfK-Minilabor» ist für den Sommer 2021 geplant.


Blog

Das Projekt «Minilabor» ist auf der Webseite des MfK mit einem BLOG dokumentiert. 


Rendevous mit dem «Minilabor»

Aus unserer virtuellen Veranstaltungsreihe «RENDEZVOUS» | März 2021


Steckbrief

Steckbrief

Projektpartner

Museum für Kommunikation
Helvetiastrasse 16
3000 Bern 6

Kita mixmax Schönegg
Seftigenstrasse 111
3007 Bern

Förderer

Kulturförderung des Kantons Bern, Amt für Kultur, Förderakzent 2018 «U4 – Impulsstipendien für die Förderung der Kulturellen Teilhabe in der frühen Kindheit»

Lapurla

Museum für Kommunikation MfK

Projektleitung

Verónica Reyes
Kommunikatorin Museum für Kommunikation
v.reyes@mfk.ch

Marie-Jeanne Metz Leuenberger
Betriebsleitung Kita mixmax
kitaschoenegg@mix-max.ch

Weitere Informationen

Konzeptuelle Wegbeschreibung (PDF)

Projektposter (PDF, Stand Nov 2019)

Infoveranstaltung CAS Kulturelle Bildung, 13. Lehrgang 2026/27

Im CAS Kulturelle Bildung erarbeitest du dir berufsbegleitend die kulturpädagogische Qualifikation für deine Arbeit im Frühbereich oder die pädagogische Qualifikation für deine Arbeit im kulturellen Bereich. Durch das Reflektieren der eigenen kreativen Prozesse lernst du, wie du ästhetische Erfahrungen von Kindern durch die Künste anregen und begleiten kannst. Du erlebst, wie kreative Lernprozesse die Sprachentwicklung, die Selbstwirksamkeit und psychische Gesundheit unterstützen und erfährst, wie Kulturelle Teilhabe durch Ko-Konstruktion gelingt. 

Kilira

La poésie nourrit notre quotidien

Nous partons à la pêche aux mots. Wörtli fische möchte mir. Bücher und Reime inspirieren unsere Spiele und Aktivitäten in der Kinderkrippe, draussen in der Natur und im öffentlichen Raum. Wir spielen mit Klängen, Rhythmen und Gegenständen, die bei unseren Begegnungen mit den Geschichten und der Wirklichkeit entstehen. Dosen, Brillen, Schuhe, Wege, Treppen, Lieder … bieten uns die Möglichkeit, mit unserer Stimme und unserem Körper zu experimentieren. Auf geht’s, Wort-Kapitäne, füllen wir unser Logbuch!

Eintauchen in Wort- und Sprachwelten mit der Künstlerin Anne Bernasconi | Foto: Kita Gingkjo

«Mit dä Kilira sind mir mit ämänä Netz à la pêche aux mots gsi.»

François, 3 Jahre alt

Anekdoten

Ein 6 Meter langes Fischernetz wird zum Symbol unserer Begegnungen. Dieses ästhetische Objekt aus Baumwolle bringt uns zusammen. Es begleitet uns bei jedem Ausflug. Es hat eine symbolische Kraft. Im Aussen führt und verbindet es uns. Im Innenbereich grenzt es den Raum während der Animationen ab.

«Nach Begegnungen mit Kilira kommt François immer sehr inspiriert zurück und überrascht uns schon mit ersten Wortspielereien und mit Wortwitz.»

Patrick, Vater von François

Vor jeder Abfahrt ertönt ein Nebelhorn als Sammelsignal. Die Kinder freuen sich auf die Erkundung. Augenobjekte (Prismen, Lupen, Röhren, Brillen) werden verwendet. Die Kinder benennen, was sie sehen. Das Fischen nach Worten hat begonnen. Eine Digitalkamera ermöglicht es den Kindern, ihren eigenen Bericht zu erstellen. Zwei Melodien zu den Geschichten werden gelernt und regelmäßig gesungen. Jedes Kind füllt sein Logbuch aus.

«Die Kinder waren nicht nur aufmerksam und gespannt, sondern mit allen Sinnen Teil von Kilira. Kunst und Kultur als Kleinkind erleben; ich bin überzeugt, dass die Kinder Schlüsselmomente für das Leben mitnehmen.»

Madeleine Deckert, Gemeindepräsidentin

Die Künstlerin Anne Bernasconi erzählt

«Das gesamte Ginkjo-Team setzt sich dafür ein, Kilira-Veranstaltungen zu einem positiven Erlebnis für alle Kinder zu machen. Als Künstlerin habe ich mich an die Werte, Rhythmen und Riten der Kinderkrippe angepasst. Die kulturellen Veranstaltungen fanden in der Kinderkrippe, im Evilard-Dorfsaal und auf dem Land statt. Sie wurden auf die fünf Wochentage verteilt, so dass im Laufe der Monate jedes Kind, das in der Kinderkrippe angemeldet ist, die Möglichkeit hatte, an poetischen Veranstaltungen teilzunehmen. Die Kinder und das Team tauchten in die literarischen Universen ein, die ich ihnen vorschlug. Sie entdeckten die Freude am Wort. Unabhängig von ihrem Alter nahmen sie an den Geschichten teil und interagierten mit ihren Körpern und Stimmen im Zentrum der Inszenierungen. Sie experimentierten mit Sinnesmaterial und entdeckten Räume außerhalb der Welt der Krippe.»

Kitaleiterin Yasmeen Aeschbach bedankt sich bei Anne Bernasconi

«Im Namen des ganzen «Ginkjo»-Teams möchte ich mich bedanken für die gute Zeit, die wir mit dir verbringen durften. Ich fühle mich sehr geehrt, dass du uns als Kita ausgesucht hast mit dem Lapurla Projekt. Gerne würden wir mit dir weiter zusammenarbeiten, weil wir finden, dass du uns gute Ideen weitergeben kannst. Eine fortführende Zusammenarbeit mit dir würde mich sehr freuen. Danke für dein grosses Engagement, deine Zeit, deine Flexibilität. Ich freue mich dich bald wiederzusehen in der neuen schönen Kita.»


Rendevous mit «Kilira»

Aus unserer virtuellen Veranstaltungsreihe «RENDEZVOUS» | März 2021


Steckbrief

Projektpartner

Anne Bernasconi
Mediatrice Culturelle
Chemin des Ages 55
2533 Evilard

Zweisprachige Kindertagesstätte Ginkjo
Chemin des Bourdons 3
2533 Evilard

Beteiligte Personen

  • Nicole Mettler
  • Nurse ASE, vice-directrice
  • Nadja Eichenberger, ASE chef de groupe
  • Aïko Eggenberg, Apprentie ASE, CEFF St-Imier 3ème année
  • Sujikka Gunasekaran, Apprentie FaBeK, BFF Bern, 2ème année
  • Aïcha Mehrez, stagiaire

Förderer

Gemeinde Evilard, Departement Soziales und Gesundheit und Departement Bildung, Kultur und Sport

Anne Bernasconi, Lehrerin, Musikerin und Kulturvermittlerin

Medienspiegel

Le journal du Jura, 4.3.2020: La lecture prend vie

Bieler Tagblatt, 7.3.2020: Spielerisch Kunst und Kultur entdecken

Canal 3, 4.7.2019: Interview avec Anne Bernasconi

Projektleitung

Anne Bernasconi, Enseignante, musicienne et médiatrice culturelle

Yasmeen Aeschbach, Leiterin Kita Ginkjo

Teilnehmende Kinder

Alle Kinder der Krippe, d. h. 28 Kinder im Alter zwischen neun Monaten und vier Jahren, 18 Mädchen, 10 Jungen.

  • Juna, Juri, Elias, Emile (* 2015)
  • Charlotte, Sveva, Melodie, Louisa R, Damian, Esther, Emma, Seraina, Flurina, Ellin, Annatina, Mila, Theo (* 2016)
  • Gustave, Lena, Jan F, Karli, Jan T, François, Maila, Luc (* 2017)
  • Zoé (*2018)Nathalie, Kim (*2019)

Laufzeit

Das Projekt Kilira wurde von August 2019 bis Juli 2020 gemeinsam geplant, umgesetzt und evaluiert.

Weitere Informationen

Schütz Martina*

Zickgraf Lana

PRIMA Holz

Künstlerisches Forschen mit den Jüngsten

In ko-konstruktiven Freiräumen erforschen Kita- bzw. Kindergartenkinder gemeinsam mit zwei Theaterschaffenden und einem Musiker auf künstlerische Arten und Weisen Kapla-Holzplättchen.

Dieser Junge wollte selber zum Objekt werden | Foto: Kathrin Schulthess

Der Verein PRIMA führt seit 2015 künstlerische Vermittlungsprojekte in Kitas durch. Dort entsteht jeweils ein einzigartiger kreativer Forschungsraum. Das Ziel ist kein klassisches Theater, sondern das gemeinsame spielerische Entdecken und performative Experimentieren mit ästhetischem Material. Im kreativen Prozess tauchen Kinder und Erziehende zusammen in den Flow. 

Die Theaterschaffenden recherchieren vor Projektbeginn zu einem Thema oder Material und erarbeiten eine eigene künstlerisch-ästhetische Erfahrungswelt auf. Kinder, Erziehende und Eltern werden in sogenannten Sessions dazu eingeladen, in diese Welt miteinzutauchen und sie zusammen mit den Theaterschaffenden zu erforschen. Die Erwachsenen werden dabei ermutigt, sich von den Kleinsten und ihrem Spiel inspirieren zu lassen.

Diese Erfahrungen verbinden und sind für alle Beteiligten wertvoll: Die Jüngsten erleben sich als selbtswirksam und werden dabei bestärkt, eigene Wege zu erproben. Die Erziehenden oder Eltern entdecken ihre eigene Kreativität wieder. Die Theaterschaffenden werden immer wieder inspiriert für ihr eigenes künstlerisches Wirken und erhalten dadurch laufend neue Impulsen für weitere Sessions. So ist eine stetige Weiterentwicklung garantiert und es wird nie langweilig.

Das Projekt «PRIMA Holz» ist im Auftrag von Kitas und Tagis Stadt Bern sowie dem Bereich Frühe Förderung der Stadt Zürich zusammen mit Lapurla erprobt und evaluiert worden. Es haben 6 Kitas aus Bern und 3 Kitas aus Zürich teilgenommen. Das Projekt war als interne Weiterbildung für die einzelnen Teams konzipiert und es haben zu mehreren Sessions mit den Kindern verschiedene Workshops und Coachings mit den Erziehenden stattgefunden. Das Projet war zudem eingebunden ins erste Theaterfestival für die Jüngsten.


Rendevous mit «PRIMA»

Aus unserer virtuellen Veranstaltungsreihe «RENDEZVOUS» | März 2021


Steckbrief

Steckbrief Projekt PRIMA HOLZ

Projektpartner

Verein PRIMA
c/o Theater PurPur
Grütlistrasse 37
8002 Zürich

Schulamt Stadt Zürich
Pädagogik / Frühe Förderung
Parkring 4
8027 Zürich

Kitas & Tagis Stadt Bern
Effingerstrasse 21
3008 Bern

Beteiligte Personen

Verein PRIMA: Nina Knecht (Theaterpädagogin), Andreas Bächli (Theaterschaffender), Michael Studer (Musiker)

Kitas/Kinderkarten: Bern – Hansmartin Meier (Kita Aaregg), Doris Ulrich (Kita Holenacker), Karin Josuran (Kita Tscharnergut), Silvia Scheidegger (Kita Ausserholligen), Lilian Paetzold (Kita Weissenstein), Dieter Portmann (Kita Murifeld Weltpost); Zürich – Ilona Andraskay (Kinderhaus Artergut), Lily Maimone (Kindergarten Rütihof)

Theaterhäuser: Maike Lex (Leitung Schlachthaus Theater Bern), Claudia Seeberger (Leitung Theater PurPur Zürich), Eveline Gfeller (Leitung Figura Theaterfestival Baden), Emily Maggorian und Irene Müller (Künstlerinnen Schlachthaus Theater Munterbunt), Elina Wunderle  und Helen Prates de Matos-Schläpfer (Künstlerinnen Figura Factory).

Stadt: Andrea Kammerer (Schulamt Stadt Zürich, Weiterbildung Frühe Förderung), Renata Rotem (Kitas & Tagis Stadt Bern, Bereich Kitas, Weiterbildung)

Inklusive Kinder sind rund 700 Personen ins Projekt involviert.

Projektleitung

Verein PRIMA
Nina Knecht
nina.knecht@prima-festival.ch
078 606 17 69

Teilnehmende Kinder

Insgesamt ca. 600 Kinder

Laufzeit

Oktober 2019 – Juni 2020

Weitere Informationen

Evaluationsbericht (Februar 2020)

Projektposter (Stand Nov 2019)

Förderer

Finanziert durch die Städte Bern und Zürich, Ernst Göhner Stiftung sowie einen Impulsbeitrag der Initiative Lapurla

Medienspiegel

Spielgruppe.ch, Ausgabe 4, September 2020: Darstellende Kunst im Frühbereich

Liechtensteiner Vaterland, 5.2.2020: Kreativität für alle – auch für die Kinder. Referat von Karin Kraus im TAK Liechtenstein im Rahmen des PRIMA Theaterfestivals für die Jüngsten.

Art TV, 5.2.2020: Theater für die Kleinsten | Flow. «Theater von Anfang an» ist ein in der Schweiz noch wenig bekanntes Theaterformat für Kinder zwischen zwei und vier Jahren. Bereits den Allerkleinsten wird so die Teilnahme an Kunst und Kultur ermöglicht.

Radio SRF 1, 1.2.2020: Aargauer machen Theater für die Kleinsten Das Theaterfestival «Prima» zieht seit einigen Wochen durch die Schweiz. Mit dabei sind auch zwei Theatermacher aus dem Aargau. Sie spielen schon seit einigen Jahren für Kleinkinder. Immer wieder werde sie dabei gefragt, ob es Theater für Zweijährige überhaupt braucht (Beitrag ab Minute 02:11).

Liechtensteiner Vaterland, 1. Februar 2020: Die Kunst, die Kleinsten zu fesseln. Geglückter Auftakt des Prima-Festivals: Erstmals lud das TAK Babys zum Theater ein. «Icilà-Hierda» hiess die Hör- und Spielperformance.

Volksblatt Liechtenstein, 31. Januar 2020: PRIMA-Festival öffnet Türen.

Skolovski Jessica

Meier Stéphanie*

Zehnder Sabine

U4 – Impulsstipendien für die Förderung der Kulturellen Teilhabe in der Frühen Kindheit

Die Kulturförderung des Kantons Bern, Amt für Kultur, hat vom 20. November 2018 bis zum 15. März 2019 den Förderakzent «U4 – Impulsstipendien für die Förderung der Kulturellen Teilhabe in der frühen Kindheit» ausgeschrieben. Die Ausschreibung richtete sich an Kunstschaffende aller Sparten, die sich für die Umsetzung künstlerischer Modellprojekte in Kitas und Spielgruppen des Kantons Bern mit Kindern von 0 bis 4 Jahren qualifizieren bzw. weiterentwickeln wollen.

Die Ausschreibung sieht ein zweistufiges Verfahren vor: In einer ersten Phase bereiten sich die ausgewählten Kunstschaffenden für eine ko-konstruktive Zusammenarbeit mit Kitas und Spielgruppen im Kanton Bern vor. Die Qualifizierung findet im Rahmen des CAS Kulturelle Bildung der HKB Hochschule der Künste Bern statt. 

Die Kulturförderung des Kantons Bern vergibt die Impulsstipendien an sieben Kulturschaffende, wovon fünf ab September 2019 mit dem berufsbegleiteten Weiterbildungslehrgang beginnen. Zwei Stipendiatinnen besuchen den CAS Kulturelle Bildung nur punktuell.

Nebst Kunstschaffenden konnten sich auch Kitas und Spielgruppen des Kantons Bern für eine mögliche Teilnahme zur Mitentwicklung, Durchführung und Evaluation eines künstlerischen Projekts im Zeitraum 2019-20 bewerben. Das Auswahlverfahren wurde im Juli 2019 abgeschlossen. Wir freuen uns, dass wir alle Bewerbungen von Kitas und Spielgruppen berücksichtigen konnten und sind nun gespannt, was sich aus den Partnerschaften mit den jurierten Kunstschaffenden für künstlerische Projekte entwickeln wird.

Kick-Off-Veranstaltung an der HKB mit Stipendiatinnen, Praxispartnerinnen aus Kitas und Spielgruppe mit CAS-Studierenden

Am 12. September 2020 haben 5 Stipendiatinnen des Förderakzents U4 ihre Weiterbildung im CAS Kulturelle Bildung mit der öffentlichen Präsentation ihres evaluierten Projektes abgeschlossen, gemeinsam mit den 6 anderen Absolventinnen des 6. Lehrgangs. Der Anlass ist von rund 40 Zuhörer*innen besucht worden. Die Jury – bestehend aus Vertreterinnen von der Kulturförderung des Kantons Bern (Carolin Fedier), dem Migros-Kulturprozent (Jessica Schnelle) und der Hochschule der Künste Bern (Verena Andel und Karin Kraus) – hat 3 herausragende Projekte mit dem Prädikat «mit Auszeichnung» gekürt. Eines davon ist das Projekt «KlanzTang» der U4-Stipendiatin Salome Böni für die interdisziplinäre künstlerische Ko-Konstruktion. Annika Brantschen ist mit ihrem «Mini-Atelier K’Werk» für die interinstitutionelle Ko-Konstruktion ausgezeichnet worden sowie Jessica Wobmann mit «Spuren hinterlassen» für die hervorragende Teameinbindung.

In der zweiten Phase ihres Stipendiums entwickeln, erproben und evaluieren die Kunstschaffenden ein Projekt in Ko-Konstruktion mit einem Praxispartner der Frühen Kindheit. Aufgrund der Pandemie konnten bislang nur zwei von sieben Projekten umgesetzt werden. Sobald Kunstschaffende wieder in die Kitas dürfen, werden die Vorhaben aufgenommen.

Steckbrief Projekt U4

Projektpartner

Sibylle Birrer (Leitung Abteilung Kulturförderung), Carolin Fedier (Leitung Kulturvermittlung), Karin Kraus (Studienleitung CAS Kulturelle Bildung HKB, Co-Leitung Lapurla), Jessica Schnelle (Co-Leitung Lapurla, Abteilung Soziales, Migros-Kulturprozent)

Projektleitung

Stipendiatinnen

Medienberichte

HKB-Zeitung, Ausgabe 4, Dezember 2020: Absolvent*in im Fokus: Salome Böni​​​​​​​

Bieler Tagblatt, 20. Juni 2019: «Auch die Kleinsten sollen am kulturellen Leben teilhaben»

Canal 3, 4. Juli 2019: Interview mit Anne Bernasconi, Künstlerin