Lapurla am «Langen Tag des Lernens» – Frühkindliche kulturelle Bildung im Zentrum

Am Freitag, 21. November 2025, fand in Zürich der «Lange Tag des Lernens» von Intrinsic statt – ein offenes Lern-Festival mit über zehn Stunden Inputs, Workshops, Gesprächen und kreativen Experimenten. Unter dem Motto «Ein Tag – zwölf Stunden – 100 Perspektiven aufs Lernen» kamen Expert:innen aus Schule, Hochschule, Kultur, Verwaltung, Gesundheitswesen und Zivilgesellschaft zusammen, um Zukunftslernwelten sichtbar und erlebbar zu machen.


«Von den Jüngsten lernen»: Der Beitrag von Karin Kraus

In ihrer Lektion zeigte Karin Kraus, wie Kinder von 0–4 Jahren durch ästhetisch-kulturelle Erfahrungen ihre Neugier, Kreativität und Persönlichkeit entfalten. Sie betonte:

  • dass die intrinsische Motivation der Kinder ein kraftvoller Motor für selbstbestimmtes Lernen ist,
  • warum ästhetische Erfahrungen Resonanz, Beziehung und Sinn ermöglichen,
  • wie frühe kulturelle Bildung Chancengerechtigkeit und Teilhabe stärkt – als Kinderrecht, nicht als Option,
  • und weshalb Schulen und Bildungsorte von den Jüngsten lernen können, um Lernen wieder als lebendigen, forschenden Prozess zu begreifen.

Ihr Beitrag bildete einen starken Gegenpol zu konventionellen Lernverständnissen und zeigte auf, wie frühkindliche Perspektiven Wegweiser für eine zukunftsfähige Lernkultur sein können.


Ein Tag voller Inspiration und Austausch

Neben der Intervention von Lapurla bot der «Lange Tag des Lernens» ein reiches Programm:

  • Einblicke in innovative Bildungsprojekte und Lernarchitekturen
  • Inputs zu selbstorganisiertem Lernen, KI-gestützten Lernprozessen, Wirkungsmessung, Making-Prozessen, Lernkulturentwicklung u.v.m.
  • Workshops zum Mitmachen – vom Design Thinking über naturwissenschaftliches Spiel bis zu Lernreisen in Schulen und Organisationen
  • Ein Podium zur Rolle von ChatGPT & Co. im selbstverantworteten Lernen
  • Ein gemeinsamer Abschluss mit Tanz, Musik und viel Raum für Begegnung

Das Festival zeigte eindrücklich, wie vielfältig Lernen im 21. Jahrhundert sein kann – kreativ, partizipativ, ästhetisch, digital, kollektiv und sinnstiftend.