FLOWmobil wächst weiter: Neue Pilotprojekte in Dübendorf und Uster

Wie können Familien mit jungen Kindern dort erreicht werden, wo sie sich im Alltag aufhalten? Das FLOWmobil bringt kreative Freiräume direkt in Parks, auf Spielplätze und in Quartiere. Nach den ersten Pilotprojekten in Niederhasli und Wetzikon ist das aufsuchende Angebot von Lapurla 2026 auch in Dübendorf und Uster gestartet.

Mit zeppelin – familien startklar als Leadpartner und dank der Zusammenarbeit mit lokalen Fachstellen und Partnerkonnte das FLOWmobil zwischen Frühling und Sommer mehrmals an unterschiedlichen Orten Halt machen. Insgesamt nahmen an den acht Durchführungen in Dübendorf und Uster 90 Kinder und 78 Eltern oder Begleitpersonen teil.

Kreativität und Begegnung in Dübendorf

In Dübendorf fanden zwischen April und August fünf FLOWmobil-Anlässe auf den Spielplätzen Bettli-Park und Zwicky Süd statt. Insgesamt wurden dabei 67 Kinder und 62 Begleitpersonen erreicht.

Schon die erste Durchführung stiess auf grosses Interesse: 15 Kinder und 17 Erwachsene liessen sich trotz starken Windes auf das gemeinsame Experimentieren mit Recyclingmaterialien ein. Dabei wurden zahlreiche kreative Vertiefungs- und FLOW-Momente sichtbar.

Bei den weiteren Treffen zeigte sich, wie unterschiedlich Kinder und Erwachsene auf offene Materialien reagieren. Ton lud zum Kneten, Formen und ruhigen Vertiefen ein. Kinder entwickelten eigene Kunstwerke und genossen es, mit den Händen tätig zu sein. Manchmal fanden sogar die Erwachsenen selbst in einen FLOW-Moment.

Besonders eindrücklich waren auch die Begegnungen zwischen den Jüngsten: Mehrere Kinder unter einem Jahr erforschten die Materialien nebeneinander, krochen zwischendurch aufeinander zu und nahmen gegenseitig Kontakt auf. Ältere Kinder vertieften sich ausdauernd in das Umfüllen und Ordnen verschiedener Behälter.

Neben dem kreativen Tun entstanden wertvolle Gespräche und neue Kontakte. Bei einer Durchführung wurde insbesondere die gute Vernetzung unter den anwesenden Familien spürbar.

Wiederkehrende Familien in Uster

In Uster machte das FLOWmobil zwischen Juni und August dreimal Halt – zunächst auf der Püntwiese im Stadtpark und später auf dem Abenteuerspielplatz Holzwurm. Insgesamt nahmen 23 Kinder und 16 Begleitpersonen teil.

Bereits beim ersten Anlass wurden die Eltern selbst aktiv und begannen, gemeinsam mit ihren Kindern zu entdecken und zu gestalten. Auch bei der zweiten Durchführung entstand unter einem schützenden Pavillon ein lebendiges gemeinsames Spiel.

Beim dritten Treffen waren mehrere bekannte Gesichter wieder dabei. Eine Familie brachte zusätzlich eine befreundete Familie mit. Solche persönlichen Empfehlungen und wiederkehrenden Begegnungen zeigen, wie durch die regelmässige Präsenz des FLOWmobils nach und nach Vertrauen und Beziehungen entstehen können.

Der Abenteuerspielplatz bot dabei besonders vielfältige Möglichkeiten: Die Kinder konnten selbstständig tätig werden, ihren eigenen Interessen folgen und sich intensiv ins Spiel vertiefen.

Gemeinsam lernen und weiterentwickeln

Die ersten Erfahrungen in Dübendorf und Uster zeigen nicht nur viele besondere Momente, sondern liefern auch wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des Modells. Wind, Regen, Hitze und Ferienzeiten beeinflussten die einzelnen Durchführungen. Auch die Wahl und Organisation geeigneter Orte erwies sich teilweise als anspruchsvoll.

Gleichzeitig wurde sichtbar, dass das offene, prozessorientierte Spiel für manche Erwachsene zunächst ungewohnt ist. Nicht einzugreifen, keine fertige Anleitung zu geben und den Kindern das selbstständige Erkunden zuzutrauen, kann eine Herausforderung sein. Die Begleitung durch die FLOWmobil-Tandems schafft hier Gelegenheiten, die Haltung von Lapurla unmittelbar erfahrbar zu machen und mit den Eltern ins Gespräch zu kommen.

Die sprachliche und soziale Vielfalt der erreichten Familien bestätigt zudem die Bedeutung des niederschwelligen, aufsuchenden Ansatzes. Das FLOWmobil ermöglicht Begegnungen unabhängig davon, ob Familien bereits an einem institutionellen Angebot teilnehmen oder den Weg dorthin bisher noch nicht gefunden haben.

FLOWmobil macht weiter

Auch die im vergangenen Jahr gestarteten Pilotprojekte in Niederhasli und Wetzikon werden weitergeführt. Dass bestehende Standorte weitermachen und gleichzeitig neue Gemeinden hinzukommen, ist ein ermutigendes Zeichen: Das FLOWmobil kann vor Ort wachsen, Beziehungen aufbauen und neue Verbindungen zwischen Familien, Fachstellen und kulturellen Teilhabemöglichkeiten schaffen.

So entstehen Schritt für Schritt kreative Freiräume, in denen junge Kinder und ihre Familien von Anfang an dazugehören, mitwirken und mitgestalten können.