FLOWmobil wächst weiter: Neue Pilotprojekte in Dübendorf und Uster

FLOWmobil in Uster und Dübendorf: 228 dokumentierte Teilnahmen – und es geht weiter

Wie können Familien mit jungen Kindern dort erreicht werden, wo sie sich im Alltag aufhalten? Das FLOWmobil bringt kreative Freiräume direkt in Parks, auf Spielplätze und in Quartiere. Nach den ersten Pilotprojekten in Niederhasli und Wetzikon ist das aufsuchende Angebot von Lapurla 2026 auch in Dübendorf und Uster gestartet. Beide Projekte werden weitergeführt.

Mit zeppelin – familien startklar als Leadpartner und dank der Zusammenarbeit mit lokalen Fachstellen und Partnern konnte das FLOWmobil von April bis September in beiden Gemeinden jeweils sechsmal an unterschiedlichen Orten Halt machen.

Für elf der insgesamt zwölf Durchführungen wurden 228 Teilnahmen dokumentiert: 127 Kinder und 101 Eltern oder Begleitpersonen. Darin enthalten sind alle sechs Treffen in Uster sowie die ersten fünf Treffen in Dübendorf. Die Teilnahmezahlen der sechsten Durchführung in Dübendorf im September sind in diesem Zwischenstand noch nicht enthalten. Da einige Familien wiederholt teilnahmen, handelt es sich um Teilnahmen und nicht um die Anzahl unterschiedlicher Personen.

Kreativität und Begegnung in Dübendorf

In Dübendorf fanden zwischen April und September sechs FLOWmobil-Anlässe auf den Spielplätzen Bettli-Park und Zwicky Süd statt. Organisiert wurden sie von Noëlle Spuhler von zeppelin – familien startklar. Bei den ersten fünf Durchführungen wurden insgesamt 129 Teilnahmen verzeichnet: 67 Kinder und 62 Begleitpersonen.

Schon die erste Durchführung stiess auf grosses Interesse: 15 Kinder und 17 Erwachsene liessen sich trotz starken Windes auf das gemeinsame Experimentieren mit Recyclingmaterialien ein. Dabei wurden zahlreiche kreative Vertiefungs- und FLOW-Momente sichtbar.

Bei den weiteren Treffen zeigte sich, wie unterschiedlich Kinder und Erwachsene auf offene Materialien reagieren. Ton lud zum Kneten, Formen und ruhigen Vertiefen ein. Kinder entwickelten eigene Kunstwerke und genossen es, mit den Händen tätig zu sein. Manchmal fanden sogar die Erwachsenen selbst in einen FLOW-Moment.

Besonders eindrücklich waren auch die Begegnungen zwischen den Jüngsten: Mehrere Kinder unter einem Jahr erforschten die Materialien nebeneinander, krochen zwischendurch aufeinander zu und nahmen gegenseitig Kontakt auf. Ältere Kinder vertieften sich ausdauernd in das Umfüllen und Ordnen verschiedener Behälter.

Neben dem kreativen Tun entstanden wertvolle Gespräche und neue Kontakte. Bei einer Durchführung wurde insbesondere die gute Vernetzung unter den anwesenden Familien spürbar. Beim Treffen im September begleitete Hanna Baumann, Sozialdiakonin der reformierten Kirche Dübendorf, Noëlle Spuhler.

Wiederkehrende Familien in Uster

In Uster fand von April bis September jeden Monat eine Durchführung statt – insgesamt sechs Treffen. Organisiert wurden sie von Caroline Grüter von zeppelin – familien startklar. Das FLOWmobil war auf der Püntwiese im Stadtpark Uster, auf dem Abenteuerspielplatz Holzwurm und an einem weiteren Standort im Stadtpark unterwegs. Insgesamt wurden 99 Teilnahmen verzeichnet: 60 Kinder und 39 Eltern oder Begleitpersonen.

Bereits bei den ersten Treffen wurden die Eltern selbst aktiv und begannen, gemeinsam mit ihren Kindern zu entdecken und zu gestalten. Auch unter einem schützenden Pavillon entstand ein lebendiges gemeinsames Spiel.

Mehrere Familien kamen wiederholt zum FLOWmobil. Eine Familie brachte zusätzlich eine befreundete Familie mit. Solche persönlichen Empfehlungen und wiederkehrenden Begegnungen zeigen, wie durch die regelmässige Präsenz des FLOWmobils nach und nach Vertrauen und Beziehungen entstehen können.

Der Abenteuerspielplatz bot dabei besonders vielfältige Möglichkeiten: Die Kinder konnten selbstständig tätig werden, ihren eigenen Interessen folgen und sich intensiv ins Spiel vertiefen.

Gemeinsam lernen und weiterentwickeln

Die ersten Erfahrungen in Dübendorf und Uster zeigen nicht nur viele besondere Momente, sondern liefern auch wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des Modells. Wind, Regen, Hitze und Ferienzeiten beeinflussten die einzelnen Durchführungen. Auch die Wahl und Organisation geeigneter Orte erwies sich teilweise als anspruchsvoll.

Gleichzeitig wurde sichtbar, dass das offene, prozessorientierte Spiel für manche Erwachsene zunächst ungewohnt ist. Nicht einzugreifen, keine fertige Anleitung zu geben und den Kindern das selbstständige Erkunden zuzutrauen, kann eine Herausforderung sein. Die Begleitung durch die FLOWmobil-Tandems schafft hier Gelegenheiten, die Haltung von Lapurla unmittelbar erfahrbar zu machen und mit den Eltern ins Gespräch zu kommen.

Die sprachliche und soziale Vielfalt der erreichten Familien bestätigt zudem die Bedeutung des niederschwelligen, aufsuchenden Ansatzes. Das FLOWmobil ermöglicht Begegnungen unabhängig davon, ob Familien bereits an einem institutionellen Angebot teilnehmen oder den Weg dorthin bisher noch nicht gefunden haben.

FLOWmobil macht weiter – auch in Uster und Dübendorf

Die FLOWmobil-Projekte in Uster und Dübendorf werden über die bisherigen Durchführungen hinaus weitergeführt. Die entstandenen Beziehungen und Erfahrungen bilden eine wertvolle Grundlage für weitere kreative Begegnungen mit den Familien vor Ort.

Auch die im vergangenen Jahr gestarteten Pilotprojekte in Niederhasli und Wetzikon werden weitergeführt. Dass bestehende Standorte weitermachen und gleichzeitig neue Gemeinden hinzukommen, ist ein ermutigendes Zeichen: Das FLOWmobil kann vor Ort wachsen, Beziehungen aufbauen und neue Verbindungen zwischen Familien, Fachstellen und kulturellen Teilhabemöglichkeiten schaffen.

So entstehen Schritt für Schritt kreative Freiräume, in denen junge Kinder und ihre Familien von Anfang an dazugehören, mitwirken und mitgestalten können.