Neue Perspektiven einnehmen

Um ein gemeinsames Miteinander in unserer Gesellschaft zu pflegen und innovative Lösungen für komplexe Herausforderungen zu finden, ist es wichtig, Dinge neu zu betrachten und fremde Perspektiven einzunehmen. Besonders im Alltagstrott sind wir gefordert, bewusst den eigenen Standpunkt zu verlassen, um auch neue Ansichten zuzulassen. Wie schaffen wir es, neue Perspektiven bewusst einzunehmen, anderen auf Augenhöhe zu begegnen und uns darauf einzulassen?

Lapurla
Illustration: Lorenz Meier
«Viel wichtiger ist, was beim Kind während des Malens passiert, und nicht das finale Bild. Das Kind will gesehen werden, nicht das Bild.»

Alexandra Gysling, Mal-/Kunsttherapeutin/Spielgruppenleiterin/Bildende Künstlerin 2018

Aus Nutzlosem wird Wertvolles

Üblicherweise landet der Deckel eines leeren Gurkenglases bei der Sammelstelle, weil er nutzlos erscheint. Besonders Kinder entdecken in vermeintlich wertlosen Gegenständen schnell neue Einsatzmöglichkeiten. Die Kreativität, mit der sie altbekannte Dinge neu betrachten und nutzen, ist beeindruckend. Geben Sie den Kindern die Möglichkeit, mit Gegenständen Zweck entfremdet zu experimentieren und etwas Neues zu kreieren.
 

Weder richtig noch falsch

Die Kreativität der Kinder soll nicht bewertet werden. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Statt zu werten mit Aussagen wie «Eine Katze ist doch nicht blau» oder «Eine schöne Katze hast du gemalt» sind interessierte Fragen über die Gründe, weshalb die Katze vielleicht «blau» ist. Solche Diskussionen regen an, sein eigenes Denken zu reflektieren und das Handeln anderer besser zu verstehen.

Durch Kommunikation auf Augenhöhe und indem wir die Perspektive der Kinder und jene von anderen als inspirierend und ebenso bedeutsam wie unsere eigene ansehen, schaffen wir Resonanz und eine starke Willkommenskultur für alle. 

«Mit Musik oder Theater trainieren Kinder übergeordnete Funktionen wie Selbstdisziplin, Aufmerksamkeit, Planung, Belohnungsaufschub und Sozialverhalten.»

Lutz Jäncke, Neuropsychologe, 2018

ZUM VERTIEFEN

Wertschätzen heisst Anteil nehmen und würdigen

Baustein 5 | S. 51–52

 

Auszug aus der Fokuspublikation «Ästhetische Bildung und Kulturelle Teilhabe – von Anfang an!» (2017)

 

Ganze Publikation bestellen oder PDF Download

AUS DEN MEDIEN

Was wir von Kindern lernen können

Jetzt ist alles: Niemand kann so gut im Moment leben wie Kinder. 

 

Zum Mamablog

Überfördert und überfordert

Über das schwierige Leben von Kindern, die mehr leisten müssen, als sie eigentlich können.

 

Zum Artikel | Zum Elternblog

Damit Kinder nicht zu überforderten Erwachsenen werden

Kinder, die sich so angenommen und gesehen fühlen, wie sie sind, entwickeln sich von alleine, sagt der Neurologe Gerald Hüther.

 

Zum Artikel

Was wir sagen können, statt Kinderbilder zu loben

«Ich seh Dich!»

Kinder wollen gesehen und nicht bewertet werden. Doch es ist für uns Erwachsene nicht immer einfach, das gewohnte «Gut gemacht!» abzulegen. 

 

Zum Artikel

Lob des Umwegs

Die Irrungen und Wirrungen sind es, die uns letztlich ausmachen. Eine philosophische (Hör-) Kolumne von Bänz Friedli.

 

Zur Kolumne

«Neugier. Das ist etwas, das ein Mensch braucht, um in der Schule erfolgreich, leistungsbereit und lernmotiviert zu sein. Und lernen, weil es aus ihm selbst kommt, und nicht vom Druck der Eltern. Das sind alles Persönlichkeitsmerkmale, auf die man in der Erziehung die Schwerpunkte setzen sollte.»

Margrit Stamm, Erzieungswissenschaftlerin, 2018