Bildung 2030

Mit der Verabschiedung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung haben sich die Vereinten Nationen inklusive der Schweiz zu einem umfassenden Rahmen für das internationale und nationale Handeln bis 2030 bekannt. Teil davon ist das Ziel Nummer 4 zur Bildung:

«Bis 2030 für alle Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sowie Möglichkeiten zum lebenslangem Lernen sicherstellen».

UNESCO

Innerhalb des UN-Systems ist die UNESCO für die Führung und Koordinierung sowie für das Monitoring der Bildungsagenda 2030 zuständig.

Bildungsagenda 2030

Die Bildungsagenda 2030 besteht aus 7 Unterzielen:

  1. Allen Mädchen und Jungen den Abschluss einer hochwertigen, kostenlosen Primar- und Sekundarschulbildung ermöglichen, die zu relevanten und effektiven Lernergebnissen führt
  2. Allen Mädchen und Jungen den Zugang zu hochwertiger frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung sichern, die ihnen einen erfolgreichen Übergang in die Schule ermöglichen
  3. Allen Frauen und Männern einen gleichberechtigten und bezahlbaren Zugang zu hochwertiger beruflicher und akademischer Bildung ermöglichen
  4. Sicherstellen, dass eine deutlich höhere Anzahl an Jugendlichen und Erwachsenen die für eine Beschäftigung oder Selbstständigkeit relevanten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten erwirbt
  5. Benachteiligungen aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit auf allen Bildungsstufen beseitigen und allen Menschen gleichberechtigten Zugang zu allen Bildungsstufen sichern, insbesondere benachteiligten und von Benachteiligung bedrohten Menschen
  6. Den Erwerb ausreichender Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten für alle Jugendlichen und für einen erheblichen Anteil der Erwachsenen sicherstellen
  7. Sicherstellen, dass alle Lernenden die für nachhaltige Entwicklung notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, u.a. durch Bildung für nachhaltige Entwicklung, Global Citizenship Education und Wertschätzung kultureller Vielfalt.

Umsetzung in der Schweiz

Die Bildungsagenda 2030 kann in der Schweiz nur dann erreicht werden, wenn in einer gemeinsam getragenen Bildungsagenda wesentliche Akteure beteiligt sind. Schulen, Hochschulen und Unternehmen als Repräsentanten der formalen Bildung, öffentliche und unabhängige Träger sowie Institutionen, Stiftungen und Unternehmen der nicht-formalen Bildung, aber auch Akteure der informellen Bildung, wie Lernende und Eltern und lokale Gemeinschaften – ihnen allen kommt eine Rolle bei der Verwirklichung des Ziels 4 zu.

Die Schweizerische UNESCO-Kommission fördert die Umsetzung der Bildungsagenda 2030, indem regelmässig die Plattform Bildung 2030 organisiert wird. Durch die Konferenz möchte die Schweizerische UNESCO-Kommission den regelmässigen Austausch unter den diversen Akteuren ermöglichen und Vernetzungen unterstützen, um Synergien für die erfolgreiche Umsetzung der Bildungsagenda 2030 in der Schweiz zu schaffen.