Lapurla

Lapurla – für eine Kultur(politik) der frühen Kindheit

Montag, 18. November 2019 | 17:00 – 19:30 Uhr

Kornhausforum Bern

Warum es dringend eine Kultur(politik) der frühen Kindheit für die unabdingbare Qualität frühkindlicher Bildung braucht, und welchen Beitrag Lapurla leisten kann, diskutierten wir mit Vertretenden aus den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales. Zum Programm.

Lapurla
«Gratuliere euch zum gestrigen Tag! Was für ein Erfolg! So viele Menschen, die sich für Lapurla einsetzen – genial!»

Jennifer Skolowski, Compagnie Digestif

Die Veranstaltung fand im Kontext und Rahmenprogramm der Erlebnisausstellung «Die Entdeckung der Welt« statt.

Warum ein Impulsanlass? (Film)

Die im Februar 2019 von der Schweizerischen UNESCO-Kommission lancierte Publikation «Für eine Politik der frühen Kindheit in der Schweiz» fordert einen Quantensprung in der frühen Förderung. Lapurla ist eines von sieben ausgewiesenen Projekten.

 

Mitglieder des Beirats Lapurla bringen auf den Punkt, warum es den gesellschafltichen Diskurs braucht.

Deshalb hat Lapurla im November 2019 in Bern den öffentlichen Dialog lanciert über eine multisektorale Kulturpolitik der frühen Kindheit mit Vertretenden aus den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales. 

Hochkarätiges Podium im ausgebuchten Kornhausforum Bern

Vor vollem Saal haben die hochkarätigen Förderpartner aus Bund, Kanton und Stadt Bern mit den Direktionen der Trägerschaft Lapurla engagiert diskutiert. Ihre klare Bekennung zu den Anliegen von Lapurla und der erklärte Wille, sich weiterhin dafür engagieren zu wollen, setzten motivierende Zeichen und stimmen zuversichtlich, dass Lapurla auch über die Pilotphase hinaus wird viel bewegen können.

 

Podiumsgäste

— Thomas Beck, Direktor Hochschule der Künste Bern HKB

— Hans-Ulrich Glarner, Leiter Amt für Kultur, Erziehungsdirektion des Kantons Bern

— Hedy Graber, Leiterin Direktion Kultur und Soziales, Migros-Genossenschafts-Bund

— Renata Rotem, Bereichsleiterin Kitas Stadt Bern, Direktion für Bildung, Soziales und Sport

— Myriam Schleiss, Leiterin Kulturelle Teilhabe, Bundesamt für Kultur BAK

 

Moderation

— Cornelia Kazis | Redakteurin, Journalistin, Referentin, Moderatorin, Erwachsenenbildnerin und Autorin

Podiumsdiskussion (Film)

Haben Sie das Podium verpasst oder möchten Sie nochmals hören, wie sich die jeweiligen Amtsträger*innen aus Bund, Kanton und Stadt Bern sowie aus den Direktionen der Trägerschaft zu den herausfordernden Fragen der Moderatorin geäussert haben? Nebst vielen stichhaltigen Argumenten gab es auch Persönliches und Humorvolles zu hören.

 

Via Kapitelmarken kann direkt in die einzelnen Themenfelder geklickt werden (siehe unten sowie Timeline).

Gliederung des Podiums mit Kapitelmarken

Begrüssung

1 Begrüssung der Co-Leiterinnen Lapurla: Jessica Schnelle & Karin Kraus

2 Einleitung der Moderatorin Cornelia Kazis

 

Vorstellung der Podiumsgäste inkl. Mini-Slogans 

3 Renata Rotem | Bereichsleiterin Kitas Stadt Bern | Direktion für Bildung, Soziales und Sport: «Auf den Mörtel kommt es an.» 

4 Hans-Ulrich Glarner | Leiter Amt für Kultur | Erziehungsdirektion (per 1.1.2020 Bildungs- und Kulturdirektion) des Kantons Bern: «Die Entwicklungspsychologie zeigt die enorme Bedeutung der ersten Lebensjahre. Und da müssen alle Kinder die gleichen Chancen von früh an bekommen.»

5 Prof. Dr. Thomas Beck | Direktor Hochschule der Künste Bern HKB: «Ohne Kulturfrühförderung kein Publikum von morgen.» 

6 Hedy Graber | Leiterin Direktion Kultur und Soziales | Migros-Genossenschafts-Bund: «Soziale Zukunftsthemen mit Innovationspotential verändern auch den Kulturbegriff.» 

7 Myriam Schleiss | Leiterin Kulturelle Teilhabe | Bundesamt für Kultur BAK: «Rien ne sert de courir, if faut partir à point.» 

 

Was will und macht Lapurla?

8 Ausführungen von Karin Kraus zu Entstehung und Hintergrund von Lapurla

9 Ausführungen von Jessica Schnelle zu Vision und Handlungsfeldern von Lapurla

 

10 Die Träger und Förderpartner von Lapurla im Gespräch 

11 Was sagen Sie jemandem, der sagt: Kleinkinder brauchen in erster Linie Natur, nicht Kultur?

12 Was sagen Sie jemandem, der sagt: Die Kinder haben eh schon viele mehr Förderung als alle Generationen vor Ihnen?

13 Was sagen Sie jemandem, der sagt: Überlassen wir die kulturelle Förderung dem Kindergarten und der Schule!

14 Wie muss Lapurla kommuniziert werden?

15 Was braucht es noch, damit Lapurla eine Erfolgsgeschichte schreibt?

16 Welche Hürden sind zu nehmen, damit Lapurla nicht nach dem Matthäusprinzip funktioniert, nämlich wer hat, dem wird gegeben?

17 Reden wir noch über Finanzen: All das, was Qualität hat, kostet Geld. Woher kommt es?

18 Was wollen Sie zu erzählen haben, wenn wir uns hier in zwei Jahren wieder treffen?

 

19 Publikumsvoten

20 Gila Kolb, Dozentin Hochschule der Künste Bern HKB: «Meint der Titel Lapurla (l’art pour l’art), dass die Kinder Künstler sind?»

21 Daniela Bossard, Kitaleiterin Läbihus Münschenbuchsee: «Ich brauche diese (finanzielle und fachliche) Hilfe heute, ich schaff’s nicht allein!»​​​​​​​

22 Marion Sontheim, Elternbildnerin und Beirätin Lapurla: «Wir können Eltern nur dann begeistern und ins Boot holen, wenn sie sehen, wie die Kinderaugen leuchten.»​​​​​​​

23 Franziska Dürr, Projektleiterin «GiM – Generationen im Museum» und Beirätin Lapurla: «Die Eltern sollen nicht nur in die Kita kommen mit den Kindern, sondern auch ins Museum!»​​​​​​​

24 Georg Biedermann,  Leiter Theater TAK Liechtenstein: «PRIMA lanciert das erste Theaterfestival für die Jüngsten in der Schweiz und Lichtenstein.»​​​​​​​

25 Gendergap: Ist die Feminisierung der Frühen Kindheit ein Problem?​​​​​​​

26 Heinz Altorfer, Schweizerische UNESCO-Kommission: «Der ganze Bereich der Frühen Kindheit ist heute zur politischen Diskussion geworden.»

 

27 Podiumsgäste stellen einander freche Fragen

28 Renata Rotem fragt Thomas Beck: «Wenn man mehr Kultur in der Kita machen soll, wovon sollte man dann weniger machen bzw. worauf verzichten?»

29 Hans-Ulrich Glarner fragt Hedy Graber: «Ist Lapurla ein Sonderangebot mit Ablaufdatum, oder ist das Migros-Kulturprozent bereit, hier eine dauernde Förderung zu entwickeln?»​​​​​​​

30 Hedy Graber fragt Renata Rotem: «Was wäre der Trick, dass wir Lapurla mit der ganzen Qualität in der Schweiz ausbauen können?»​​​​​​​

31 Thomas Beck fragt Myriam Schleiss: «Was könnte die Rolle des Bundes sein, um die Vorstellungen von Lapurla zu unterstützen und den nötigen nationalen Schwung zu verleihen?»​​​​​​​

32 Myriam Schleiss fragt Hans-Ulrich Glarner: «Gibt es Diskussionen innerhalb der Kantone zur Unterstützung von solchen gesamtschweizerischen Vorhaben, so dass auch andere Kantone da mitmachen können?»

 

33 Schlussrunde

Schlussrunde mit Knacknüssen

Stimmen für Lapurla (Film)

Warum sie sich mit Lapurla für die kulturelle Teilhabe der Jüngsten einsetzen, sagten Teilnehmende am Impulsanlass:

Hintergrundinfos

Am 5. Juni 2019 hat der Nationalrat das Postulat der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) «Strategie zur Stärkung der Frühen Förderung» (19.3417) angenommen. Das Postulat beauftragt den Bundesrat, eine Strategie zur Stärkung und Weiterentwicklung der frühen Förderung in der Schweiz zu erarbeiten. Der Bundesrat empfahl das Postulat vorgängig zur Annahme. Mehr dazu hier.

Zum Anlass

Datum

Montag, 18. November 2019, 17–19:30 Uhr

Ort

Kornhausforum Bern

Kornhausplatz 18

3011 Bern

 

Fotos

Nelly Rodriguez

Video

Annette Carle

Anna-Lydia Florin

Kontakt

Karin Kraus
karin.kraus@hkb.bfh.ch

 

Jessica Schnelle 
jessica.schnelle@mgb.ch

Updates

Juni 2020

Der Nationalrat sendet ein wichtiges Signal für den Frühbereich und nimmt die Pa.Iv. Aebischer «Chancengerechtigkeit vor dem Kindergartenalter» an. Auch Lapurla hatte sich mit einer Stellungnahme für diesen Vorstoss stark gemacht. Freude herrscht! Mehr dazu