Lapurla wird ein Netzwerk

Startschuss Mai 2021 im Rahmen der ersten nationalen Tagung

Knüpfen Sie an! Haken Sie ein! Denken Sie weiter! Verändern Sie mit! 

Lapurla ist eine nationale Initiative. Es gibt sie seit 2017. Getragen wird sie vom Migros- Kulturprozent und von der Hochschule der Künste Bern HKB. Lapurla macht sich stark für Kinder im Alter zwischen 0–4. Erstens geht es um die ästhetische Bildung als elementarste Bildungsform in den ersten Lebensjahren. Zweitens sollen Kinder ab Geburt kulturell teilhaben können. Nach der Pilotphase 2018–21 und der ersten nationalen Tagung im Mai 2021 wollen wir Lapurla noch breiter zu vernetzen. Und da sind Sie gefragt!

Lapurla

Das will das Lapurla Netzwerk

•    Das Netzwerk schafft kreative Freiräume für Kinder von 0 bis 4 Jahren. Es schafft na-tional ein ästhetisches Bildungsangebot für Vorschulkinder mit vielseitigen Teilhabe-möglichkeiten. Es engagiert sich zudem für eine Kultur der frühen Kindheit, in der kul-turelle Teilhabe kein Privileg, sondern Standard ist. 


•    Das Netzwerk setzt auf Qualität und macht sich stark für einen fachlichen Austausch zwischen den Bereichen Frühe Kindheit, Kultur, Soziales, Bildung, Familie, Soziokul-tur, Gesundheit und Integration.  


•    Das Netzwerk zielt auf die Gestaltung von Rahmenbedingungen: Durch veränderte Haltung und damit Verhaltensweisen involvierter Personen werden Anpassungen von institutionellen Strukturen in Einrichtungen der frühen Kindheit, Bildung, Kultur, Sozi-okultur, Familie und Gesundheit sowie Verwaltung umgesetzt. 


•    Das Netzwerk erwirkt die Verankerung ästhetischer Bildung und kultureller Teilhabe in Aus- und Weiterbildung von Fachpersonen Betreuung. Kinder von 0–4 Jahren wer-den als wichtige Zielgruppe von Kulturvermittlung und Art Education in die Curricula aufgenommen, um so innovative Bildungssettings nachhaltig zu stärken und allen Kindern zugänglich zu machen. 


•    Das Netzwerk schafft ein gesellschaftliches Bewusstsein, dass ästhetische Erfahrun-gen und kulturelle Teilhabe für die psychische Gesundheit unabdingbar sind. 

Darauf beruft sich das Lapurla Netzwerk

Fachliche Grundlage von Lapurla bildet die Fokuspublikation «Ästhetische Bildung und kultu-relle Teilhabe – von Anfang an» (2017, Hochschule der Künste HKB & Netzwerk Kinderbetreuung Schweiz). Die Broschüre «Kreativer von Anfang an» (2020) gibt Impulse für kreative Freiräume im Alltag von Kindern 0–4 Jahren. Das heisst konkret:

 

•    Ästhetische Erfahrungen sind eine Grundbedingung dafür, dass Kinder die Welt er-fahren und deuten können. 

 

•    Zentral für die Ermöglichung und Begleitung ästhetischer Erfahrungen und kreativer Prozesse ist Ergebnisoffenheit. Der Fokus liegt auf den individuellen Entwicklungs-prozessen, nicht auf Endprodukten. 

 

•    Erfolgreiche frühkindliche Bildung basiert auf ko-konstruktiven Interaktionen. Sei das zwischen Kindern und Erwachsenen, zwischen Kindern und Kindern oder auch unter Erwachsenen. Gemeinsam wird die Welt erforscht, gedeutet und gestaltet. 

•    Kontinuität ist zentral für Nachhaltigkeit von Bildungssettings. Gemeinsames Nachdenken und Lernen auf allen Ebenen entwickelt die Qualität der Bildung. Dazu gehören die Mikro,- die Meso,- und die Makroebene. 

 

•    Rechtlich beruft sich das Lapurla-Netzwerk auf die UN-Kinderrechtskonvention (Art. 3, 12, 31) und politisch auf die Kulturbotschaft des Bundes 2016-20ff. Die Publikation der Schweizerischen UNESCO-Kommission «Für eine Politik der frühen Kindheit» (2019) ist wegweisend. 
 

Das strebt das Lapurla Netzwerk konkret an

•    Sie als Akteurin oder Akteur aus den Bereichen Frühe Kindheit, Kultur, Soziales, Bil-dung, Familie, Soziokultur, Gesundheit und Integration vernetzen sich und teilen Ihr Wissen und Können. Das Thema der frühkindlichen ästhetischen Bildung und der kul-turellen Teilhabe wird gemeinsam mit Ihnen transdisziplinär weiterentwickelt. 

 

•    Konsolidierte Erfahrungen und Reflexionen zur kontinuierlichen Entwicklung frühkindlicher, ästhetischer Bildungsangebote werden auf der Website www.lapurla.ch geteilt. 

 

•    Gelingensbedingungen auf allen drei Systemebenen werden gemeinsam ausdifferenziert und in Form eines nationalen Qualitätsrahmens ausgearbeitet. 

 

•    Frühkindlicher ästhetischer Bildung und kultureller Teilhabe eröffnen sich Finanzierungsoptionen durch staatliche und zivilgesellschaftliche Akteur*innen. Das Netzwerk macht diese Finanzierungsmodelle sichtbar.  

 

•    Die transdisziplinäre Professionalisierung gewinnt an Stellenwert für die Etablierung von Qualität.  

Unsere Prinzipien der Zusammenarbeit

Das Netzwerk Lapurla bekennt sich zu Solidarität und Teilhabe, sowie Vielfalt, Toleranz und Offenheit für alle Menschen – unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, sozialer oder ethnischer Herkunft, Alter, Religion oder Weltanschauung, sexueller Identität, materieller Situation, Behinderung, Beeinträchtigung oder Krankheit. Die Kommunikation im Netzwerk ist respekt-voll, wertschätzend und transparent. Wir legen Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis von Geben und Nehmen und verstehen uns als Lernende. Wir pflegen einen potenzialorientierten Ansatz. 

Lapurla und Sie!

Spricht Sie das an? Teilen Sie diese Ziele und Anliegen? Dann heissen wir Sie herzlich willkommen! Helfen Sie mit, das Lapurla Netzwerk aufzubauen! Das Netzwerk richtet sich an Kunstschaffende, Kulturvermittelnde, Akteur*innen und Vertreter*innen aus Kulturinstitutionen, Kindertageseinrichtungen, Spielgruppen, Schulen, Aus- und Weiterbildungsorganisationen, Fachpersonen aus Verbänden und Verwaltung aus den Bereichen Frühe Kindheit, Kultur, Soziales, Bildung, Familie, Soziokultur, Gesundheit und Integration, die für das einstehen, was sich Lapurla auf die Fahne geschrieben hat. 
 


Mit Ihrem bekundeten Interesse …
… geben Sie als Person oder Institution ein begründetes Commitment zu den hier formulierten Anliegen 
… sind Sie an Lapurla-Netzwerk-Veranstaltungen eingeladen 
… tragen Sie aktiv dazu bei, das Netzwerk und/oder seine Aktivitäten weiterzuentwickeln.  
 


Meine Interessenbekundung

«If you want to go fast, go alone. If you want to go far, go together.»

Afrikanisches Sprichwort